Wünschen bedeutet Handeln

Ein Wunsch führt zu kraftvollem zielgerichteten Handeln, das die Erfüllung des Wunsches herbeiführt.

Das ist der gesunde natürlich Mechanismus.

Ihn wieder in Gang zu setzen, wo er nicht leicht und flüssig abläuft - das ist das Ziel der folgenden Kapitel.

Um für einen Wunsch tätig zu werden, muss man natürlich zunächst erst mal einen haben. Und da haben wir schon das erste Problem:

Darf man denn einfach so eigene Wünsche haben?

Ist das nicht ein bisschen egoistisch?

Muss man nicht die eigenen Wünsche zurückstellen?

Und sind nicht unsere kleinlichen materiellen Wünsche überhaupt erst die Ursache unserer ganzen Misere?

Ist es nicht viel besser, zuerst an andere zu denken, als an sich selbst?

Und ist es nicht eigentlich der Sinn des Lebens, sich höheren Zielen unterzuordnen, im Lichte derer unsere Wünsche nun wirklich mehr als lächerlich erscheinen?

In einer Situation, in der ich wirklich sehr unsicher geworden war, befragte ich dazu meine damals 4-jährige Tochter - getreu dem Motto, dass bei Kindern noch manches in der natürlichen Ordnung ist, was bei Erwachsenen ein bisschen durcheinander geraten ist:

"Sag mal, hast Du eigentlich Wünsche?"

Ihre Antwort kam wie aus der Pistole geschossen:

"Jeder Mensch hat Wünsche!"

Und ihr Tonfall verriet deutlich, dass sie dabei dachte "Was bitte schön soll denn diese saublöde Frage?"

Ok, jeder Mensch hat also Wünsche. Aber hat er auch ein Recht auf ihre Erfüllung? Oder gibt es überhaupt die Möglichkeit dazu?

Die Diskreditierung von Wünschen bzw. des Wünsche Habens zieht sich auf eine höchst subtile Weise durch nahezu alle geistigen Systeme.

Letztlich muss jeder Mensch selbst entscheiden, wie er sich zu diesen Fragen stellen ...

Den vollständigen Text finden Sie im Buch
nächstes Kapitel: Wünsche und Willen (Grenzen überwinden)
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