Das Handeln entgegen der Materialisierung

Ich möchte jetzt einen geistigen Prozess beschreiben, der ein ganz wesentliches und grundlegendes Element von Änderungsprozessen in der Persönlichkeit ist.

Wir sprechen über einen Entwicklungsprozess von einer materiellen zu einer geistigen Weltsicht, weil nur so Probleme wirklich zu lösen und Grenzen wirklich zu überwinden sind.

Dieser Entwicklungsprozess ist ganz praktisch damit verbunden, das Verhalten von der Situation zu entkoppeln.

Das heißt, in einer Situation, in der man sich bisher immer auf eine bestimmte Weise verhalten hat, verhält man sich nun auf eine neue Weise.

Es geht also um eine Verhaltensänderung.

Im Moment der Verhaltensänderung - auch das wurde schon erwähnt - intensiviert sich die Erfahrung, die mit der Situation verbunden ist.

Es ist übrigens genau das auch der Schlüssel, um derartige Verhaltensänderungen überhaupt initiieren zu können: Falls es nämlich nicht möglich zu sein scheint, dann liegt es vielleicht daran, dass man die Erfahrung, die sich dadurch intensivieren würde, meidet.

Ich finde für diese Wendung den Begriff des sich Stellens sehr passend:

Man ändert sein Verhalten auf irgendeine Weise und wird dadurch ganz direkt mit einer intensivierten Erfahrung konfrontiert:

Das sich Stellen ist der Entschluss, sich mit etwas zu konfrontieren. Es leitet eine Phase ein, die ich das Handeln entgegen der Materialisierung nenne.

Das heißt, man handelt auf eine andere Weise, als es die Situation vorzugeben scheint.

In dieser Situation ist man möglicherweise mit recht starken Widersprüchen ...

Den vollständigen Text finden Sie im Buch
nächstes Kapitel: die richtige Trennlinie (Entkopplung)
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