Vorauseilendes Handeln (Problemschemas)

Es gibt eine ganze Reihe von verschiedenen Problemschemas - also von Mustern, die zur Entstehung von Problemen führen.

Das Rücken-Beispiel könnte man einem Schema zuordnen, das aus falschen Vorstellungen über den Körper resultiert und dazu führt, dass die rationale Ebene sich Aufgaben aufhalst, die nicht ihr Ressort sind und die sie auch gar nicht lösen kann. Deshalb entsteht ja dann auch das Problem daraus.

Die gegenwärtig große Wellen schlagende Schweinegrippe ist einem anderen Muster zuzuordnen:

Außerdem geht eine völlige verzerrende Sichtweise damit einher:

"Schon 2000 Fälle in Deutschland"

Dieses Land hat Grippewellen überstanden, von denen in den Abteilungen mancher Betriebe ein Viertel aller Mitarbeiter betroffen waren. Selbst wenn man das sehr vorsichtig hochrechnet, sind das mindestens etliche Hundertausend Fälle. Und bei der Schweinegrippe zettelt man eine Hysterie an wegen ein paar Tausend Fällen?

Was ist das für eine Erfahrung?

"Der schlimmste anzunehmende Fall tritt ein." oder "Die Entwicklung wird einen negativen Verlauf nehmen"

Nun ist natürlich die Frage, warum kann man nicht annehmen, dass es positiv verläuft? Warum kann man nicht davon ausgehen, dass das Problem einfach eine harmlose Krankheitserscheinung ist, die sich einfach so wieder erledigt?

Dafür gibt es zwei Gründe:

1. Materielle Weltsicht: Naturgesetze, Zufälle, tote Materie: Da gibts nur eine Entwicklungsrichtung: nach unten. Außer die Menschheit mit ihren Experten rettet mal wieder die Welt.

2. Da man annimmt, dass diese Geschehnisse unabhängig und isoliert vom eigenen Geist ablaufen und mit einem selbst auch nicht das Geringste zu tun haben, versucht man sich gegen den schlechtestmöglichen Fall zu wappnen. Man versucht sich abzusichern. Damit wird man aber natürlich aktiv. Man beginnt seine Energie einzusetzen. Bloß, wofür setzt man sie ein?

Dieses sich absichern gegen alles Mögliches ...

Den vollständigen Text finden Sie im Buch
nächstes Kapitel: Entwicklungsprozesse (Probleme)
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